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25. September 2026

Beste Bedingungen für die Pflegeprofis von morgen

In der neuen Pflegeschule des Weimarer Klinikums: Aufsichtsratsvorsitzender Axel Kramme, Rektor Ramón Seliger, Staatssekretärin Tina Rudolph, der Ärztliche Direktor Dr. Christof Lascho, Schulleiterin Rosmarie Grunert, Bürgermeister Ralf Kirsten, Geschäftsführer Tomas Kallenbach, Oberkirchenrat Christoph Stolte und Pflegedirektorin Diana Fiedler (von links). Foto: Thomas Müller

Modernste Ausstattung, maximale Praxisnähe und vor allem jede Menge Raum für die Pflegeprofis von morgen: Mit der neuen Evangelischen Pflegeschule wird am Sophien- und Hufeland-Klinikum ein neues Kapitel in der Ausbildung aufgeschlagen. Jetzt wurde der Neubau im Beisein von rund 250 Gästen, darunter Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft, feierlich eröffnet.

Geschäftsführer Tomas Kallenbach lobte die Entscheidung des Freistaates, Krankenpflegeschulen an mehreren Standorten in Thüringen in Trägerschaft der Krankenhäuser zu fördern und somit den Grundstein für eine Praxis nah Ausbildung zu legen“. An die Auszubildenden gerichtet, sagte der Klinik-Chef: „Material und Arbeitsleistung im Wert von über fünf Millionen Euro, dazu ein unbezahlbarer Verlust an Nerven und Haaren bei Entscheidern, Planern, Bauleuten waren und sind es uns wert, Ihnen beste Ausbildung und Bedingungen zu schaffen. Dazu stehen hochmotivierte Lehrkräfte und Praxis an Leiterinnen bereit. Genießen Sie diese Rahmenbedingungen und ergreifen Sie die Chance für sich selbst, aber auch für uns, diese traditionsreiche Bildungsanstalt, gut ausgebildet, mit besten Abschlüssen und hochmotiviert in den nächsten Jahren zu verlassen.“

Die Thüringer Staatssekretärin für Gesundheit, Tina Rudolph sagte: „Hier befindet sich nun ein Ort für Bildung, Begegnung, Entwicklung und damit ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Pflege in Thüringen. Mit der Landesförderung von 4,89 Millionen Euro schaffen wir die Voraussetzungen dafür, die Ausbildungskapazitäten von derzeit 75 auf künftig 150 Plätze zu verdoppeln. Das ist gut für das Krankenhaus, gut für die Region und vor allem gut für die Gewinnung und Ausbildung dringend benötigter Nachwuchskräfte in der Pflege.“

Schulleiterin Rosmarie Grunert lobte die „technisch exzellenten Bedingungen“, die der Neubau den rund 150 Schülerinnen und Schülern bietet. „Wir alle haben irgendwann selbst einmal an einer Schulbank gesessen“, erinnert sich die erfahrene Pädagogin und weiß daher: „Der Respekt der Auszubildenden vor bestimmten Tätigkeiten an den zu pflegenden Menschen ist hoch.“ Daher freut sie sich mit ihrem Team besonders auf die Arbeit im „Sim Lab“ – einem „fantastischen Lernlabor“, in dem realitätsnahe Pflegesituationen aus dem Krankenhaus und der Langzeitpflege an Simulationspuppen trainiert werden können. Dazu zählen etwa der Transfer vom Bett in einen Sessel, die Blutentnahme oder das Legen eines Katheters am Modell. Rosmarie Grunert betonte: „Es sind keine normalen, praktischen Unterrichtsräume, sondern wirklich reelle Lebensplätze.“ 

Als „Erfolgsgeschichte“ bezeichnete Oberkirchenrat Christoph Stolte die lange Tradition der Pflegeausbildung in Weimar. Sie wurde von Großherzogin Sophie gegründet und seitdem immer wieder an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. So lobte der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Mitteldeutschland, dass „weltoffenes Thüringen hier täglich gelebt wird“ mit aktuell 67 jungen Menschen, die zur Ausbildung aus Vietnam, Indien, Albanien, der Ukraine, Tunesien, Südkorea, dem Iran, Afghanistan und Eritrea gekommen sind. Stolte unterstrich: „Ohne das Engagement von Menschen aus vielen Ländern werden wir die Pflege und ärztliche Versorgung nicht sicherstellen können.“
 
Weimars Bürgermeister Ralf Kirsten würdigte das Engagement der Klinikleitung bei der Fachkräftegewinnung und zeigte sich überzeugt, dass die neue Pflegeschule überregional junge Menschen anziehen werde. Das Klinikum sei damit „ein Motor für die Zukunftsfähigkeit Weimars“.

Rektor Ramón Seliger gestaltete die Andacht und nahm die geistliche Einweihung der neuen Pflegeschule vor. 

Schulleiterin Rosmarie Grunert nahm von Jörg Baum, dem Geschäftsführer des Architekturbüros Junk & Reich, einen symbolischen Schlüssel für den Neubau entgegen und bot mit ihrem Team den zahlreichen Gästen Einblicke in die modernen Räumlichkeiten. Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 935 Quadratmetern auf drei Etagen schließt sich direkt an den Neubau der Tageskliniken und Institutsambulanzen am Campus des Klinikums an.

Bereits seit 2021 starten an der Pflegeschule pro Jahr zwei Klassen in die Ausbildung. Die bisherigen Räumlichkeiten im Klinikum waren damit an ihre Kapazitätsgrenze gelangt, sodass ein Neubau erforderlich wurde. Seit dem Ausbildungsbeginn am 1. September lernen die Pflegeschülerinnen und -schüler im Neubau.