Einen besonderen Akzent setzt die Lesung mit Christine Koschmieder am Donnerstag, 17. September, um 19 Uhr in der Eckermann Buchhandlung, Marktstraße 2 in Weimar. Das Sophien- und Hufeland-Klinikum organisiert die Veranstaltung in Kooperation mit der Stadtverwaltung Weimar und dem Gesundheitsamt.
In ihrem autofiktionalen Roman „Dry“ erzählt Christine Koschmieder vom Trinken – und vom Aufhören. Nach außen scheint sie ihr Leben zu meistern: Sie verarbeitet den Tod ihres Mannes, zieht drei Kinder groß und macht Karriere im Kulturbetrieb. Heimlich begleitet sie dabei über Jahre der Alkohol.
Koschmieder beschreibt eindringlich eine Form der Abhängigkeit, die lange unentdeckt bleiben kann. Denn Suchterkrankungen haben viele Gesichter. Gerade bei hochfunktionaler Alkoholabhängigkeit kann der Alltag nach außen lange geordnet erscheinen. „Dry“ erzählt davon radikal offen und macht zugleich deutlich, wie sehr Alkohol ein Leben bestimmen kann, ohne dass das Umfeld die Erkrankung unmittelbar erkennt.